„Wertewoche“ als klassenübergreifendes Projekt

„Die Schulen sollen nicht nur Wissen und Können vermitteln, sondern auch Herz und Charakter bilden” (Bayerische Verfassung, Art. 131). So hat die Schule nicht nur einen Bildungs-, sondern auch einen Erziehungsauftrag. Erziehung, die Grundlage für soziales Verhalten, ist die gemeinsame Aufgabe von Eltern, Schule und Gesellschaft. (ISB)

Der Ruf nach gemeinsamen gesellschaftlichen Normen und einer damit einhergehenden Werteerziehung als Basis für ein gelingendes Zusammenleben wird immer lauter. Die Schule, die neben dem Elternhaus eine große Rolle bei der Erziehung der Kinder spielt, steht hier vor einer großen Herausforderung.

In einer klassenübergreifenden Projektwoche, unserer „Wertewoche“, machten sich alle Klassen die Notwendigkeit gemeinsamer Werte bewusst. Dabei wurden jeden Tag die dritte und vierte Schulstunde genutzt. In einigen Klassen spielte das Buch „Das kleine Wir“ von Daniela Kunkel eine große Rolle. Den Kindern wurde durch diese Geschichte deutlich, dass man das „Wir“ pflegen muss, damit es nicht kleiner wird. Dies wurde dann auch in den Klassen nachempfunden, indem zum Beispiel bei einer „warmen Dusche“ nette Worte gewechselt wurden. In einer anderen Klasse entstand ein „Wertebaum“ mit den Ästen „Freundlichkeit“, „Zusammenhalt“, „Hilfsbereitschaft“, „Friedfertigkeit“ und „Ehrlichkeit“. Die Wertewoche wurde mit allen Klassen in der Turnhalle begonnen und endete dort mit einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung, bei der auch viele Eltern anwesend waren. Die Werteerziehung jedoch ist keinesfalls abgeschlossen und soll auch in Zukunft auf dem Fundament dieser gelungenen Aktion fortgeführt werden.